Weekly Recap #10: Amazon auf dem Ticketing-Markt 📚 & Staus Quo der TV-Rechte in der EPL 🎧

March 14, 2018

đŸ“©Â offthefieldbusiness.de - 5x5 Recommendations fĂŒr die KW10Â đŸ“©

 

Zur Wochenmitte gibt es den Recap der interessantesten 📚 BeitrĂ€ge und 🎧 Podcasts aus der vergangenen Woche: Die 5x5 Recommendations der Kalenderwoche 🔟. 🙌

 

 

 

 

Meine persönlichen Favoriten dieses Mal:

 

 

 

📚 #1 Bloomberg – SeatGeek Partners With NFL in League's New Approach to Ticketing (05.03.2018)

 

Mittlerweile gibt es nur noch ganz wenige Industrie bzw. die Unternehmen in jenen Industrien, die nicht zumindest theoretisch die Gefahr laufen, irgendwann das Interesse von Amazon auf sich zu ziehen: Nachdem sich der E-Commerce Gigant aus Seattle auch in seiner Kernkompetenz des OnlinegeschĂ€fts schon lĂ€ngst nicht mehr nur auf sein traditionelles GeschĂ€ft im Buchhandel beschrĂ€nkt, soll man jedoch auch ein Auge auf zahlreiche Industrien fernab des OnlinegeschĂ€fts geworfen haben: Vor allem die Pharmaindustrie, das Krankenversicherungssystem sowie die Bankenwirtschaft sollen dabei laut aktuellen Medienberichten ganz oben auf der To-Do List von GrĂŒnder und CEO Jeff Bezos stehen. â˜đŸŒ

 

In Bezug auf das Sports Business ist sicherlich das Interesse von Amazon an exklusiven (z.B. đŸŽŸ US Open fĂŒr Verwertung in Großbritannien & Irland bis 2022; 🏐 AVP Pro Beach Volleyball Tour fĂŒr globale Verwertung fĂŒr 2018-2020) sowie nicht-exklusiven (🏈 NFL „Thursday Night Football“ fĂŒr 2017: EUR 50 pro Saison) audiovisuellen und auditiven (z.B. ⚜ Fußball-Bundesliga fĂŒr 2017-2021: ca. EUR 5 Mio. pro Jahr) das prominenteste Beispiel und bereitet zusammen mit anderen digital-only Plattformen wie Facebook & Twitter den klassischen Medienunternehmen bereits enorme Sorgenfalten auf der Stirn. 😬

 

Am sichersten dĂŒrften sich wohl eigentlich Industrien fĂŒhlen, in denen Amazon bereits einen Versuch gestartet hatte, aufgrund mangelnden Erfolgs, die BemĂŒhungen jedoch wieder eingestellt hatte oder zumindest stark zurĂŒckgefahren hat. Ein Beispiel hierfĂŒr ist sicherlich der Markt fĂŒr đŸ“± Smartphones: Das im Sommer 2014 gelaunchte „Fire Phone“ war einer der wenigen großen Flops in der Unternehmensgeschichte von Amazon. Bereits ein Jahr spĂ€ter wurde die Produktion und kurze Zeit auch der Vertrieb des Smartphones dann komplett eingestellt.

 

(Vor den rĂŒcklĂ€ufigen Verkaufszahlen, der augenscheinlichen SĂ€ttigung im globalen Smartphone-Markt und der nachlassenden Innovationsrate auf dem Smartphone-Markt, kann man allerdings auch argumentieren, dass Amazon lediglich vorausschauend agiert. Statt dem Smartphone scheint man - durchaus erfolgreich - auf zukĂŒnftig dominierende Trends wie Home Speaker und digitale Assistenten zu setzen.)

 

Eine Industrie, die Ă€hnlich wie der Smartphone-Markt den Angriff von Amazon scheinbar bereits abgewehrt gehabt zu haben, war der  🎟 Ticketing - Markt in den USA đŸ‡ș🇾: Anders als in großen Teilen Europas war der nordamerikanische Markt durch exklusive, langfristige Partnerschaften zwischen Sportligen, Teams (z.B. NFL, NBA) bzw. Betreibern von VeranstaltungsstĂ€tten (z.B. Staples Center, Madison Square Garden) und den Distributionsplattformen bzw. MarktplĂ€tzen (z.B. Ticketmaster, AXS und Ticketfly) geprĂ€gt. WĂ€hrend Start-Ups wie StubHub (zu eBay gehörend) und SeatGeek schon seit lĂ€ngerem den „Secondary Ticketing Market“ - also vor allem den Handel zwischen Privatpersonen - aufmischen konnten, blieb der „Primary Ticketing Market“ (d.h. B2C-GeschĂ€ft) bis zuletzt grĂ¶ĂŸtenteils unberĂŒhrt von großflĂ€chigen VerĂ€nderungen.

 

 

 

Nach großen AnkĂŒndigungen im Sommer 2017 und den schon gewohnten KursrĂŒckgĂ€ngen bei den etablierten Unternehmen in der ins Ziel gefassten Industrie (hier z.B. LYV - Live Nation Entertainment als Inhaber von Ticketmaster) konnte Amazon aufgrund soeben beschriebener Markteintrittsbarrieren allerdings nie einen eigenen B2C-Marktplatz durch „Amazon Tickets“ in Nordamerika etablieren.

Stattdessen legte man den Fokus zunĂ€chst auf den 🎟britischen Ticket-Markt 🇬🇧- dem nach den USA zweitgrĂ¶ĂŸten Online-Ticket Markt der Welt. Denn anders als das geschlossene nordamerikanische System wird im Vereinigten Königreich (und vielen anderen europĂ€ischen LĂ€ndern) einen offenes Distributionsmodell durch Sport- und Entertainmentorganisationen verfolgt, in welchem die Tickets auf mehrere Unternehmen und Plattformen zur Förderung des Ticketverkaufs allokiert werden. Am meisten Aufsehen erregte dabei wahrscheinlich die Ende des vergangenen Jahres verkĂŒndete Partnerschaft mit dem Veranstalter vom an der britischen WestkĂŒste stattfindenden Golf-Turnier „The Open“ (The R&A - The Royal and Ancient Golf Club). Da allerdings auch auf Seiten der nordamerikanischen EigentĂŒmer von AustragungsstĂ€tten, Sportligen und Teams weiterhin der Wunsch nach einer Maximierung der DistributionsflĂ€che der Tickets auf eine Vielzahl an MarktplĂ€tzen zum Steigern der abgesetzten Tickets bestand, war eine Abkehr von diesem auf ExklusivitĂ€t beruhenden Modell, in welchem die Verkaufsplattformen enorme Garantiesummen an die Veranstalter der Sportereignisse im Voraus zahlten, anscheinend nur eine Frage der Zeit. Kryptisch hieß es bereits damals bei Presseberichten ĂŒber das Scheitern von „Amazon Tickets“ in den USA:

 

„The company is no longer pursuing ticketing deals, although many believe Amazon could re-enter the market if conditions change.“

 

Nun scheint sich zumindest die NFL vom traditionellen Modell verabschiedet zu haben und hat mit der nun erfolgten Aufnahme vom Start-Up SeatGeek neben Ticketmaster und StubHub mittlerweile bereits drei nicht-exklusive „Primary Ticketing Partner“.

 

 

đŸ”„Mein Hot-Take đŸ”„

 

Neben den Eventveranstaltern sind vor allem auch die Fans bzw. Kunden aufgrund der erhöhten KonkurrenzintensitĂ€t zu den Gewinnern der aktuellen Entwicklungen zu zĂ€hlen. Besonders wenn sich Amazon fĂŒr eine RĂŒckkehr auf den nordamerikanischen Ticketing - Markt entscheiden sollte, wovon ich ĂŒbrigens ganz stark ausgehe, sollten die bislang horrenden Service- und TransaktionsgebĂŒhren stark zurĂŒckgehen. Wie sehr dieses Thema ein Dorn im Auge des Kundens bislang war, zeigt das ganze Werbekampagnen von SeatGeek auf absolute Transparenz bezĂŒglich des am Anfang angezeigten Preises (= Komplettpreis) beruhten. Anders als schlussendlich in vielen anderen Industrien gehe ich allerdings im Fall des Ticketing - Markts davon aus, dass Amazon Tickets trotz dieser Marktliberalisierung am Ende nur ein Anbieter unter Vielen sein wird. Die Eventveranstalter haben lange genug auf den Ablauf der ExklusivitĂ€tspartnerschaften gewartet und werden nahezu alles tun, um die DistributionsflĂ€che langfristig maximieren zu können. NatĂŒrlich wird „Amazon Ticket“ Ă€hnlich wie „Amazon Prime Video“ bei der Akquisition von Übertragungsrechten im Sport von einer Cross-Subventionierung durch den Onlinehandel anderer Waren als KerngeschĂ€ft profitieren können und werden zumindest mittelfristig anders als die dedizierten Ticket-MarktplĂ€tze nicht gezwungen sein, profitabel zu wirtschaften. #UnevenPlayingField

 

 

 

 

🎧#1 World Soccer Talk – Telemundo & FOX Announce World Cup Coverage Details (09.03.2018)

 

Ich bin ein absoluter Fan des „World Soccer Talk“ - Podcasts geworden. Wenn man sich die Selbstbeschreibung des Podcasts anhört, ist das allerdings auch nicht verwunderlich:

 

„Your weekly dose of watching soccer on TV, Online, and Apps. This is the only soccer media podcast out there taking a look at what we have watched, the commentaries, production, and TV ratings. And we are also going to discuss the news that will impact your viewing experience, either on TV, Online, or Apps - this season or the upcoming seasons.“

 

Eines von vielen interessanten Themen, welches im dieswöchigen Podcast mal wieder zur Sprache kam, war die Situation um die zwei der insgesamt sieben Rechtepakete, fĂŒr die man in der englischen Premier League immer noch hĂ€nderingend einen Abnehmer sucht. Das soll natĂŒrlich zu einem Preis, welcher im Idealfall dazu fĂŒhrt, dass man die Gesamteinnahmen aus dem aktuellen dreijĂ€hrigen Rechtezyklus (insgesamt GBP 5.14 Mrd. fĂŒr 2016-2019) trotz aller Probleme doch noch ĂŒberschreitet und man sein Gesicht in der Öffentlichkeit wahren könnte - ein Gesichtspunkt (#Wortspiel), welches uns im Rahmen dieses Beitrags noch des Öfteren begleiten wird.

 

Konkret mĂŒsste man zur Erreichung dieser Marke mit den noch offenen 40 (von insgesamt 200 ausgeschriebenen) Spielen weitere GBP 0,68 Mrd. ĂŒber die kommenden drei Jahre einnehmen. Wie ich in einem Artikel im Februar bereits geschrieben habe, sollte dies durchaus erreichbar sein, wenn man den aktuellen Durchschnittspreis pro Spiel (GBP 9,3 Mio. âžĄïž -8,7% im Vergleich zur vorherigen Rechteperiode) halbwegs aufrechterhalten kann. In diesem Fall wĂŒrde man bei ca. GBP 5,56 Mrd. (+8,2%) enden.

Gleichzeitig hĂ€lt sich das hartnĂ€ckige GerĂŒcht, dass sich die Premier League bei einer weiterhin mangelnden Nachfrage oder unterschiedlichen Preisvorstellungen bezĂŒglich den noch ĂŒbrig gebliebenen Paketen fĂŒr eine Eigenverwertung mittels einer „Direct-2-Consumer“ OTT-Plattform entscheiden könnte. Ich glaube allerdings, dass eine solche Entscheidung keine gute Idee der EPL wĂ€re und die Nachteile eines solchen Vorgehens besonders im Fall der EPL absolut ĂŒberwiegen wĂŒrden.

 

Mittlerweile ist jede Partei im „Sports / Media - Komplex“ vermehrt an einer direkten Beziehung mit dem Kunden bzw. Fan und den damit verbunden Informationen interessiert: Eine internetbasierte OTT-Plattform ist dabei im Bereich der Bewegtbildinhalte natĂŒrlich das aktuelle Mittel der Wahl. Jedoch möchte ich im Folgenden darstellen, warum besonders die EPL schlecht beraten wĂ€re, zum jetzigen Zeitpunkt diesen Weg der exklusiven Eigenverwertung zu gehen.

 

 

Potenzielle Interessenten fĂŒr die noch offenen Rechtepakete

Meiner meiner Meinung wird es ausschließlich Interesse von „digital-only“ Playern an den noch verfĂŒgbaren Rechtepaketen geben: Ich sehe weder fĂŒr Sky UK noch fĂŒr BT Sport einen signifikanten Mehrwert darin, sich noch weitere, mit Abstand die beiden minderwertigsten Rechtepakete zu sichern. Im Gegenteil: Beide Unternehmen wĂŒrden gut beraten sein, jegliche Überlegungen an einen solchen Erwerb ganz schnell wieder Ad-Acta zu legen. Im Einzelnen sehe ich die Situation der beiden amtierenden Rechteinhaber an der EPL wie folgt:

 

Sky Sport: WĂ€hrend viele Medienunternehmen oftmals mit einer negativen Reaktion der Börse zu kĂ€mpfen haben, sobald ein neuer Rechte-Deal mit einer Sportorganisation verkĂŒndet wird, wurde das milliardenschwere Commitment zur EPL (insgesamt GBP 3,58 Mrd. ĂŒber die nĂ€chsten drei Jahre) dieses Mal ĂŒberaus positiv von den Börsen-Analysten aufgenommen. Besonders vor dem anbahnenden Wettbieten zwischen Comcast und 21st Century Fox um die pan-europĂ€ische Mediengruppe, wĂŒrde man mit einem weiteren Gebot zudem nur noch mehr Unruhe in den Prozess reinbringen und man hĂ€tte meiner Meinung nach grundsĂ€tzlich mehr zu verlieren als zu gewinnen.

 

 

 

BT Sport: Anders als bei Sky Sport wird bei BT Sport ab der kommenden Saison die EPL nicht das zentrale Verwertungsrecht im Rechteportfolio sein, um als Abonnenten-Treiber zu dienen. Stattdessen wird man in der öffentlichen Kommunikation den Fokus ganz klar auf die UEFA Champions League (UCL) legen, die auch fĂŒr die kommenden drei Jahre exklusiv bei BT Sport zu sehen sein wird. NatĂŒrlich kam der exklusive Rechteerwerb an der UCL (und UEFA Europa League) nicht gerade gĂŒnstig: Über den dreijĂ€hrigen Rechtezyklus zahlt man jĂ€hrlich GBP 394 Mio. an die UEFA. Dies bedeutet ein Anstieg um 33% ( âŹ†ïž) im Vergleich zur vorherigen Periode und limitiert natĂŒrlich die finanziellen Möglichkeiten in Bezug auf die EPL. Mit dem nun erworbenen einem Rechtepaket an der EPL konnte man sich jedoch weiterhin „kostengĂŒnstig“ an der EPL beteiligen und dieses in der Öffentlichkeit positiv gegenĂŒber Fans, Medien und der Börse kommunizieren. Ähnliche Sky UK hat BT Sports hier als amtierender Rechteinhaber mehr zu verlieren als zu gewinnen, wenn man nochmals in den Ausschreibungsprozess fĂŒr die beiden ĂŒbrigen Pakete einsteigen wĂŒrde.

 

GrundsĂ€tzlich muss man Sky UK und BT Sport ein Lob aussprechen, dass man dieses Mal den AnkĂŒndigungen auch Taten hat folgen lassen und anders als in der Vergangenheit auf ein erbittertes Wettbieten verzichtet hat. Die vor Kurzem verkĂŒndete Distributionspartnerschaften lassen sogar vermuten, dass man sich nun gegen die neue Konkurrenz aus dem Online-Bereich sogar mehr und mehr zusammenschließen wĂŒrde.

Nun aber meine Argumente, warum die EPL schlussendlich darauf angewiesen sein wird, dass sich einer der „digital-only“ Player zu einem zufriedenstellenden Angebot durchringen kann:

 

 

Argumente fĂŒr (Androhung einer) eine Eigenverwertung durch die EPL:

➕ Wahrung des Gesichts in der Öffentlichkeit

Mit einer schlussendlichen Eigenverwertung könnte man dem tatsĂ€chlichen RĂŒckgang der gesamten Vermarktungssumme im Fall einer ausschließlichen Vermarktung an Drittparteien einen „positiven Spin“ in der öffentlichen Kommunikation verleihen und man mĂŒsste einen WertrĂŒckgang nicht unmittelbar zugeben.

 

➕ Hinauszögerung des Ausschreibungsprozesses zur VergrĂ¶ĂŸerung des Felds an ernsthaften Bietern

Bislang scheint man wohl auf Amazon als einzigen ernsthaften Bieter fĂŒr die beiden Rechtepakete angewiesen zu sein. Das verleiht dem E-Commerce Giganten aus Seattle natĂŒrlich enorme Verhandlungsmacht. Im Fall einer Hinauszögerung des Prozesses könnte meiner Meinung nach vor allem Facebook als valide Konkurrenz relevant werden. Ich denke, man wollte vor der Ankunft des „dedizierten Sportrechte-Managers“ Peter Hutton nach dem missglĂŒckten USD 600 Mio. - Angebot fĂŒr die globalen Streamingrechte an der indischen Cricket-Liga (IPL) keinen Schnellschuss machen und man verkĂŒndete bereits relativ frĂŒh, dass man nicht fĂŒr EPL bieten wĂŒrde. Der ehemalige CEO von Eurosport soll nun Ende Februar (bzw. nach Beendigung der Olympischen Spiele in SĂŒdkorea) seine neue Position angetreten haben.

 

➕ DruckausĂŒbung auf Amazon

Das Hauptproblem fĂŒr die EPL ist die mangelnde Konkurrenz um die noch zu vergebenen Rechtepakete. Zum jetzigen Zeitpunkt ist man mehr oder weniger komplett von Amazon abhĂ€ngig, um die noch fehlenden Millionen zu erwirtschaften. Mit der Aufrechterhaltung der Androhung, dass man zur Not die Rechte selbst verwerten könnte, wenn die Preisvorstellungen nicht erfĂŒllt werden, hat man zumindest eine theoretische Möglichkeit, um das Angebot noch oben zu treiben.

 

 

Argumente gegen eine Eigenverwertung:

➖ Mangelnde Vorbereitung und Expertise im OTT-Bereich

Eine Selbstverwertung ab der kommenden Saison kĂ€me sicherlich frĂŒher als man auf Seiten der EPL selbst erwartet hĂ€tte. Ich denke, dass in der mittelfristigen Zukunft vieler europĂ€ischer Topligen im Fußball ein eigenes, komplementĂ€res OTT-Angebot nach dem Vorbild der nordamerikanischen Sportligen in der Planung ist. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt eine exklusive (!) Verwertung ĂŒber diesen Distributionskanal aber viel zu frĂŒh. Die Liste der Herausforderung fĂŒr die EPL wĂ€re lang: mangelnde Erfahrung und Expertise, sehr kurzfristige Entscheidung, 


 

➖ Illegale Streaming-Optionen als enorme Herausforderung

Im Vergleich zu Nordamerika sind illegale Streams fĂŒr Sportveranstaltungen in Europa sehr beliebt und verbreitet. Gerade vor der mangelnden AttraktivitĂ€t der verbliebenen Rechte sollten diese illegalen Streams eine valide Option fĂŒr den einzelnen Fan sein, um das kostenpflichtige Abonnement effektiv zu umgehen und wĂŒrde in einem erheblichen Monetisierungsproblem fĂŒr die EPL resultieren.

 

➖ Finanzielle Einbußen vs. kurzfristig positive PR

Die Offiziellen der EPL werden sich die Frage stellen mĂŒssen, ob finanzielle Einbußen und die potenziellen Gefahren einer sehr kurzfristig gestarteten Eigenverwertung (z.B. VerlĂ€sslichkeit der Streams, enttĂ€uschende Abonnentenzahlen) es wirklich wert sind, nur um kurzfristig eine positive PR zu genießen. Der Schritt wĂŒrde durch die Medien zunĂ€chst sicherlich als „fortschrittlich“ und „innovativ“ aufgenommen werden.

 

➖ Enorme Investitionen unter Zeitdruck

Auch wenn man langfristig auf die nun erforderlichen Investitionen aufbauen könnte, wird man sich auf Seiten der EPL bewusst sein mĂŒssen, dass man enorme Ausgaben fĂŒr zwei relativ unbedeutende Rechtepakete tĂ€tigen mĂŒsste. Auch wenn eine Vielzahl an technologischen Dienstleistern fĂŒr OTT - Backend existieren , nimmt ein verantwortungsbewusster Auswahlprozess (Request for Proposal, 
) normalerweise mehr Zeit in Anspruch.

 

 

đŸ”„ Mein Hot-Take đŸ”„

 

Schlussendlich wird der ganze Prozess ein gutes Ende fĂŒr die EPL haben und man wird sein Gesicht wahren können, ohne das Risiko einer ĂŒbereilten Eigenverwertung der Medienrechte eingehen zu mĂŒssen: Es wird auf das Hinauszögern des Prozesses, das es eventuell weiteren Interessenten ermöglicht, sich genauer mit einer potenziellen Investition zu beschĂ€ftigen (Facebook), hinauslaufen. Zur Not bleibt auch noch die Möglichkeit, die beiden noch ausstehenden Rechtepakete mit der internationalen Vermarktung der Medienrechte zu verknĂŒpfen, die in den kommenden Monaten (eigentlich nach Abschluss der Inlandsvermarktung) starten soll: Weitere Verwertungsrechte fĂŒr Territorien außerhalb von Großbritannien wĂŒrden strategisch sicherlich viel besser in das globale GeschĂ€ftsmodell von Amazon, Facebook & Co. passen. Aus diesem Grund habe ich beispielsweise Amazon ohnehin von Anfang an als grĂ¶ĂŸere Gefahr fĂŒr internationale Rechtehalter wie DAZN (Deutschland) oder Sky Italia (Italien) gesehen als fĂŒr BT Sport oder Sky UK. Einziger Nachteil fĂŒr die EPL, wenn man auf eine gesichtswahrende Lösung auf diese Weise hofft: Die Verwertungsrechte auf den vermutlich wertvollsten auslĂ€ndischen MĂ€rkten sind mit China (🇹🇳) und den USA (đŸ‡ș🇾) bereits langfristig vergeben. Aber Facebook hat ja bereits gezeigt, dass beispielsweise durchaus Interesse am Indischen Markt bestĂŒnde. Abschließend gibt es noch ein kurzes Snippet aus dem „Podcast of the Week“: Bei aller Kritik in Deutschland an das System und Prozedere der Bundesliga fĂŒr den Videobeweis wird die deutsche Liga hier in Nordamerika am fortschrittlichsten und effizientesten angesehen im Vergleich zur MLS oder Serie A. Sicherlich kann ein erster Platz unter Schlechten immer noch unbefriedigend sein, jedoch sind wir bei Weitem nicht die Einzigen, die etwas an der aktuellen Situation des Videobeweises auszusetzen haben.

 

 

 

Das komplette Archiv meiner bisherigen Empfehlungen findet Ihr wie immer hier:

 

📰 ArtikelÂ Â đŸ‘ˆđŸŒ

🎧 PodcastÂ Â đŸ‘ˆđŸŒ
 

Ich wĂŒnsche Euch eine erfolgreiche zweite HĂ€lfte der Arbeitswoche. Zudem wĂŒrde ich mich ĂŒber einen Like der âžĄïžÂ Facebook - SeiteÂ âŹ…ïž sehr freuen! 😉

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